Die Boiden (Boas, Pythons)
Ungiftige Würgeschlangen
Zu den Boiden gehören die Boas und die Pythons: kräftige, ungiftige Würgeschlangen, die ihre Beute durch Umschlingen töten. Sie reichen von der kleinen Sandboa bis zu Riesen wie der Anakonda oder dem Boa constrictor. Boas und Pythons ähneln sich, doch die Boas bringen bereits fertig entwickelte Junge zur Welt, während die Pythons Eier legen, die sie zusammengerollt bebrüten.
Eine echte Verpflichtung
Einen Boiden aufzunehmen, ist keine Kleinigkeit: Je nach Art kann er 30 Jahre alt und mehrere Meter lang werden. Der Königspython (1 bis 1,80 m, umgänglich) eignet sich für motivierte Anfängerinnen und Anfänger — zum Steckbrief — während ein Tigerpython oder eine erwachsene Boa ein eigenes Zimmer verlangt und aufgrund seiner Grösse gefährlich werden kann. Informieren Sie sich über die Endgrösse, bevor Sie ein Jungtier kaufen.
Ihr Lebensraum
Die Grösse des Terrariums richtet sich nach der Grösse der Schlange: etwa 100 × 60 × 60 cm für einen Königspython, ein mehrere Meter grosser Raum für einen grossen Python. Nötig sind ein Temperaturgefälle (ein warmer Punkt um 30–35 °C, nachts kühler) mit Thermostat geregelt, ein grosses Becken mit sauberem Wasser und ein einfacher Bodengrund (Papier oder geeignete Einstreu). Vor allem aber ein absolut sicherer Verschluss: Schlangen sind Meister im Ausbrechen.
Gut leben mit seiner Schlange
- Wählen Sie ein junges Tier aus den ruhigsten aus und nehmen Sie es regelmässig in die Hand, damit es sein gelassenes Wesen behält.
- Fassen Sie es nie an, gleich nachdem Sie ein Beutetier berührt haben: Sein Geruchssinn ist fein, sein Sehsinn weniger, und es könnte Sie mit der Mahlzeit verwechseln.
- Füttern Sie es über einen anderen Zugang als denjenigen für die täglichen Arbeiten (Nagetiere in der passenden Grösse).
- Denken Sie daran, dass Sie als Halterin oder Halter für Ihr Tier unter allen Umständen rechtlich verantwortlich sind.
Inhalt der Tierarztpraxis Au Furet, für Tierhalterinnen und Tierhalter aufbereitet.
In der Schweiz: sachkundenachweis erforderlich Gängige ungiftige Schlangen fallen häufig unter einen Sachkundenachweis (SKN) und unter gesicherte Haltungsbedingungen. Giftige Arten hingegen wechseln die Kategorie. Einzelheiten zum Rechtsrahmen →
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